Betriebspraktikum


Entstehung

im Jahre 1973 starteten die Reallehrer Emil Hofstetter und Peter Dietz in Zusammenarbeit mit dem damaligen Vorstand des Handwerk- und Gewerbevereins Adliswil das Betriebspraktikum (BP). Auch die Schulpflege stellte sich hinter das Unternehmen. Entstanden in der Hochkonjunktur, bewährte sich dieses Projekt auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten und wurde mit einigen leichten Modifikationen zu einem bewährten, allseitig geschätzten Bestandteil des Realschullebens.

Sinn und Zweck

In der Übergangszeit vom Schulleben in die Berufs- und Arbeitswelt brauchen die Jugendlichen die Hilfe der Schule. Das Betriebspraktikum ermöglicht:

1. Die Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt
2. Die Förderung der Berufswahlreife und die Vorbereitung auf die Berufswelt
3. Die Aktualisierung des Unterrichts (z. B. Brief- und Gesprächsformen, Telefonieren, Protokoll)
4. Die Motivation zur Eigeninitiative im Bereich der Berufs- und Lehrstellenwahl

Durchführung

Das Betriebspraktikum beginnt in der 2.Real nach den Weihnachtsferien. In der ersten Periode zu je vier Dienstagen und in einer zweiten Periode von zweimal zwei zusammenhängenden Tagen (Dienstag und Mittwoch) sammeln die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse, welche ihre Berufswahlreife in wesentlichem Masse zu fördern vermögen.

Als Abschluss, anfangs der 3.Real absolvieren alle SchülerInnen in der gleichen Woche eine Schnupperlehre. Die Erfahrung lehrt, dass ein beträchtlicher Teil der RealschülerInnen sich in dieser Woche oder kurz danach für einen Beruf, häufig sogar für eine Lehrstelle entscheiden. Für die Wahl dieser Schnupperlehrstelle im Rahmen des Betriebspraktikums ist der Schüler bzw. die Schülerin selber verantwortlich und nicht an Adliswil gebunden.

Die Oberschule wird nach Möglichkeit und gemäss den Ideen der Oberstufenlehrpersonen in das Betriebspraktikum miteinbezogen.

Aufgaben

Die Hauptaufgabe des Schülers bzw. der Schülerin ist die tatkräftige Mitarbeit, das aktive Erleben des beruflichen Alltags in dem gewählten bzw. zugeteilten Betrieb. Daneben erhalten die Jugendlichen aber in der Regel vom Lehrer Arbeitsaufträge, welche zur Nachbearbeitung und zur Vertiefung des Erlernten dienen. Bei der Erfüllung dieser Aufträge sind die SchülerInnen zum Teil auf die Hilfe von Betreuern seitens des Betriebes angewiesen: Die schriftlichen Arbeiten sollen am darauffolgenden Dienstag dem Lehrmeister zur Einsicht vorgelegt werden.

Besuche

Der Lehrer besucht jeden Schüler und jede Schülerin seiner Klasse einmal pro Periode, total also dreimal.

(nach R.Dietz, Reallehrer Schulhaus Hofern)